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Das Steirische Zirbenland umfasst die Orte Obdach, Weißkirchen und Judenburg. 

Judenburg

Metropole mit mediterranem Hauch

Eine Geschichte wie aus einem spannenden Roman, Flair, wie eine italienische Stadt und Sehenswürdigkeiten, die mit den ganz Großen mithalten können. Das und noch viel mehr bietet die Stadt Judenburg.

Die Stadt Judenburg befindet sich an einem geschichtsträchtigen Ort und das erkennt man gleich an dem berühmten Stadtturm, der den Besuchern schon von weitem entgegen lacht. Diesem 75 m hohem Turm hat man es zu verdanken, dass man sich in Judenburg praktisch nicht verlaufen kann, denn der im Spätmittelalter errichtete Turm ist beinahe von jeder Stelle der Stadt sichtbar und weist so immer den Weg ins Stadtzentrum. Er ist Wegweiser und Attraktion zugleich, denn hinter seinen dicken Mauern verbirgt sich eines der beliebtestens Ausflugsziele der Steiermark: das modernste Planetarium Europas.              

 

Warum Judenburg?

Wo hat der Name der Stadt seinen Ursprung?

Man weiß es nicht, doch beschäftigte dieses Thema lange Theologen, Historiker und geschichtlich Interessierte. Wahrscheinlich ist es folgende Erklärung, die der Wahrheit am nächsten kommt: Im Mittelalter führte die Italien- oder Venedigerstraße durch Judenburg und viele andere „Judendörfer“. Sie lagen jeweils an wichtigen geographischen Punkten wie Kreuzungen oder Flussübergängen, beziehungsweise in der Nähe von wirtschaftlichen Zentren. Da es der jüdischen Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt noch erlaubt war Fernhandel zu betreiben, waren wohl sie es gewesen, die diese Stützpunkte auf den mittelalterlichen Handelswegen anlegten. Somit leitet sich der Name von der Handelstätigkeit der Juden im Hochmittelalter ab und ist nicht etwa darauf zurückzuführen, dass der Stadtgründer eine Person namens Liut(h)old „Judo“ war. So sind die Judenburger in Zeiten des Nationalsozialismus noch einmal davon gekommen, denn die Nazis wollten Judenburg in „Liechtenstein“, „Zirbitzburg“ oder gar „Adolfburg“ umtaufen.

City Life

Ein Stück Italien

Wüsste man es nicht besser, so würde man schnell denken, man befindet sich nicht auf dem Judenburger Marktplatz, sondern auf einer italienischen Piazza, der Stadtturm wäre dann kein Wehrturm, sondern ein Campanile, nur die Aufschriften auf den Geschäften reißen einen wieder zurück in die österreichische Realität. Doch die vielen venezianischen Händler, die im Laufe der Jahrhunderte hier durchgezogen sind, hinterließen wahrhaftig ihre Spuren. Auch die Parnterstadt Massa e Cozzile sorgt dafür, dass hier immer öfter italienischer Wind durch die Altstadt weht. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass man sich hier nur wenige Kilometer vom Mittelpunkt Österreichs und mitten drin im Grünen Herzen der Steiermark befindet.

Das Judenburger Leben ist auf den ersten Blick fern von Franchise-Unternehmen, hier gibt es noch Geschäftsleute, die sich persönlich um ihre Kunden und Gäste kümmern.  Vor allem sind es auch die Lebenslust und die Veranstaltungen, wie der Judenburger Sommer oder das Reise Dia-Festival „El Mundo“, die Judenburg zu dem machen, was es heute ist. Selbst die Kunst hat mittlerweile einen Fixplatz im täglichen Leben der Stadt. 

Im Laufe der Zeit

Die einstige Handelsstadt hat einen neuen Focus

Die einstige Handelsstadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte einige Male gedreht und gewendet, beziehungsweise den Fokus neu gesetzt, gerade so, wie es die Zeiten von ihr verlangten. Das Zentrum des Aichfeldes, wie Judenburg auch oft genannt wird, war durch den regen Handel und die vielen Reisenden, die sie passierten, bereits im 13. Jahrhundert eine Stadt mit eigenem Gericht und Mautstätte. Im 14. und 15. Jahrhundert erreichte sie ihre wirtschaftliche Hochblüte, da sie im Zentrum des Handels von Eisen, Salz und Wein stand, wie auch das Monopol für Speikhandel besaß (wohlriechende Pflanze aus der Öl, Parfum sowie Seife gewonnen und die bis in den Orient gehandelt wurde). In dieser Zeit kam auch der Judenburger Gulden auf, die erste Goldmünze, die in Österreich geprägt wurde. Als einige Jahre später dann auf Eisenwaren gesetzt wurde, war in Judenburg die wichtigste Schwertschmiede des Landes beheimatet. Danach verlor die Stadt an Einfluss, nur um in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen und sich in der Industrialisierung zu einer wichtigen Stadt der Steiermark zu entwickeln. Vor allem war es der Anschluss an die Kronprinz Rudolf Bahn, die die Stadt mit dem restlichen Eisenbahnnetz Österreichs verband. Nach der österreichischen Stahlkrise in der Nachkriegszeit kamen schwierige Jahre auf Judenburg zu.Mittlerweile hat sie sich zu einer gedeihenden Stadt mit einigen Hightech Unternehmen und vielen Klein- und Mittelbetrieben entwickelt, in der es den Bewohnern an Lebensqualität um nichts fehlt.

Weißkirchen in der Steiermark

Die Marktgemeinde Weißkirchen befindet sich im Zentrum des Murbodens, wo sich die Gaberl Straße und die Obdacher Straße kreuzen und besteht seit der Zusammenlegung vom 1. Jänner 2015 aus den Gemeinden Eppenstein, Maria Buch-Feistritz, Weißkirchen und Reisstraße.

Dieses idyllische Fleckchen ist ebenfalls ein sehenswertes Etappenziel zum genussreichen Entspannen, denn Weißkirchen liegt direkt am Murradweg. Nach einem Tag auf dem Rad, hat man sich ein paar entspannende Stunden redlich verdient und kann sich von den radfreundlichen Gastgebern verwöhnen lassen.

Auch kulinarisch hat Weißkirchen einiges zu bieten, ob regionale Schmankerl und Spezialitäten, Weinverkostung, Buschenschank oder K&K Essen, wie zu Kaiserzeiten.